___________Willkommen auf dem Blog der Bauhaus.Botschafter___________

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Sonntag, 9. März 2014

Bauhaus.Atelier

Zwischen dem Hauptgebäude und den Glaskuben der Fakultät Architektur und Urbanistik befindet sich das Brendelsche Atelier welches heute das Bauhaus.Atelier beherbergt.
Es ist Café, zentraler Informationspunkt und Shop in einem und wird so zu einem Treffpunkt von Studenten, Professoren, Mitarbeitern und Besuchern.
Gerade wenn das Wetter schön ist sitzen die Meisten draußen unter dem großen Ahornbaum vor dem Atelier und verweilen an diesem lebhaften Ort. Den Tag kann man hier wunderbar an sich vorbei ziehen lassen.
Auch die Besucher kommen einerseits wegen des Cafés hierher, andererseits da die So genannten Bauhaus- Spaziergänge hier starten. Der Bauhaus Spaziergang ist ein Rundgang durch das historische Bauhaus der 20er Jahre, der sehr zu empfehlen ist.
Der Shop im Bauhaus.Atelier bietet neben vielen interessanten Büchern auch ganz unterschiedliche studentische Projekte zum Verkauf an. Hier wird monatlich das So genannte „Objekt des Monats“, ein besonderes, innovatives Studentenprojekt gekürt.
Bedient werdet ihr im Bauhaus.Atelier meist von Studenten, denen Ihr eure Fragen zum Studium stellen könnt.

Montag, 3. März 2014

Wenn die Post mit der Vespa kommt - ein Semester in Italien




Auf meiner Zugreise nach Italien über die Alpen änderte sich mit jeder Stunde das Panorama, von grünen Wiesen, schneebedeckten Gipfeln in der Ferne, bis zu Schneemassen am Brenner. Dergleichen wechselten sich auch die Fahrgäste in meinem Abteil ab, mein Kofferberg und ich waren die einzigen Konstanten. Von drei Schwarzfahrern, die mir ihre fehlenden Tickets ganz charmant als „unser Geheimnis“ verkauften, über ein österreichisches Ehepaar, das mich vor den dunklen Gestalten am Brenner warnte und mir Italien als das perfekte Land für ein Semester Kommunikationswissenschaften pries – „die haben ja vor zehn Jahren schon alle ein Handy am Ohr kleben gehabt“, bis zu zwei italienischen Lehrerinnen hatte ich immer interessante Mitfahrer. Am Ende saßen nur noch vier Jugendliche mit im Abteil, alle meditativ versunken in ihre Smartphones. Hatte das Ehepaar wohl doch recht gehabt mit der Handykommunikation in Italien. Auch ich sollte mich nur wenige Tage später für eine italienische Sim-Karte mit Internetoption entscheiden, so schnell geht die Assimilierung.


Marke Punkt Was?

Der Name irritiert etwas: Marke Punkt Sechs. Dass sich dahinter die Galerie der Bauhaus-Universität Weimar verbirgt, kommt einem sicher nicht sofort in den Sinn. Wie kam es also dazu?
Als die Initiative 2008 den Namen "Bauhaus" für sich am Deutschen Marken- und Patentamt anmelden ließ, wurde ihnen die Bearbeitungsnummer 30773047.6 zugeteilt. Und eben dieses ".6" bezeichnet nun sowohl die Galerie beim Neuen Museum am Weimarplatz 5 als auch den am Sophienstiftsplatz gelegenen kiosk .6, in denen die Grundidee des Bauhauses zwei Ausstellungsräume gefunden hat.
Einerseits durch Kunst von Studierenden der Bauhaus-Universität, andererseits aber auch Werke anderer Künstler, die sich mit der aktuellen Entwicklung des Bauhausgedankens beschäftigen.
Beispielhaft für ersteres etwa die seit 2010 bestehende Ausstellungsreihe "Bauhaus Essentials", die regelmäßig die im Verlaufe der Summaery prämierten Werke zusammenbringt.
Und auf der anderen Seite dann internationale Ausstellungen mit Studierenden von Partneruniversitäten und Werkschauen ehemaliger Studierender.
Selbstverständlich beschränkt sich das Arbeitsfeld der Ausstellenden nicht nur auf die Freie Kunst, vielmehr sind fast alle Studiengänge vertreten. Das wichtigere "Muss" um in der Galerie marke.6 ausstellen zu können ist ein innovatives Konzept bei der Interpretation der Leitthemen.
Innovativ ist aber nicht nur was ausgestellt wird: auch die Organisation der Galerie, eine so vorher noch nie dagewesene Trägerstruktur durch die Kooperation der Bauhaus-Universität in Gestalt des Bauhaus.TransferzentrumDESIGN mit der Stadt Weimar, der Klassikstiftung Weimar und schlussendlich dem Studierendenkonvent.
Innerhalb dieser Struktur können junge Mensche bereits während ihres Studiums ihre Talente und Erfahrungen im Bereich Galerieführung und -kuration einbringen.
Bis 5. Februar wurde in der Galerie "The Top Notch" (="erste Sahne") im Rahmen der "Bauhaus Essentials" 2013 präsentiert, als nächstes im Programm steht ab 15. Mai 2014 die Austellung "Dreiecksbeziehung Klang - Bild -Wort".
Nicht nur hier lohnt sich ein Besuch, um einen Einblick in das Schaffen der Studierenden im vergangenen Jahr zu bekommen, auch am kiosk .6, wo kleinere Projekte präsentiert werden, die abseits der Hauptgalerie den experimentellen Charakter von Kunst mitten in der Stadt am Leben erhalten.